Florenz, die Hauptstadt der Toskana, welche im Italienischen „Firenze“ genannt wird, beeindruckt mit prachtvollen Bauwerken und außergewöhnlicher Kunst. Nicht ohne Grund gilt diese lebendige, romantische Stadt für viele als die schönste in Italien. In diesem Beitrag zeigen wir dir 13 Highlights, die du in Florenz unbedingt gesehen haben solltest, und geben dir nützliche Tipps für deinen Besuch.
Das Wahrzeichen von Florenz ist der Dom, auch Kathedrale Santa Maria del Fiore genannt. Das beeindruckende Gebäude ist besonders für seine große Renaissance-Kuppel und die wunderschöne Fassade aus weißem und dunkelgrünem Marmor bekannt, die viele Besucher anzieht. Der Dom steht auf der Piazza del Duomo und ist eine der größten Kirchen Europas. Zu ihm gehören mehrere wichtige Gebäude: die Kathedrale mit ihrer großen Kuppel, die als Meisterwerk der frühen Renaissance gilt, sowie der fast 85 Meter hohe Glockenturm, der von Giotto entworfen wurde. Außerdem gibt es das achteckige Baptisterium San Giovanni, ein eigenes Gebäude vor dem Dom, und das Dommuseum (Museo dell’Opera di Santa Maria del Fiore), das hinter der Kathedrale liegt.
Der Eintritt in das Kirchenschiff des Doms ist kostenlos. Allerdings bildet sich bereits kurz nach der Öffnung eine lange Warteschlange, daher empfiehlt es sich so früh wie möglich vor Ort zu sein.
Wenn du andere Sehenswürdigkeiten im Dom, wie den Glockenturm oder die Kuppel, besuchen möchtest, solltest du dir am besten im Voraus ein Ticket für den gewünschten Zeitpunkt buchen. Dein Ticket sowie weitere Informationen findest du auf der offiziellen Website des Doms: https://duomo.firenze.it/en/home.
An Sonntagen und religiösen Feiertagen sind die Kathedrale sowie die weiteren kostenpflichtigen Sehenswürdigkeiten aufgrund von Gottesdiensten für Besucher geschlossen.
Die Ponte Vecchio ist die älteste und bekannteste Brücke in Florenz, deren Name übersetzt „alte Brücke“ bedeutet. Erbaut im Jahr 1345, ist sie etwa 100 Meter lang und 30 Meter breit und überspannt den Fluss Arno. Sie verbindet die Altstadt mit den Stadtteilen auf der gegenüberliegenden Flussseite.
Was die Ponte Vecchio besonders macht: Beim Überqueren fühlt man sich eher in einer Einkaufsstraße als auf einer Brücke, dank der zahlreichen Läden, vor allem Gold- und Juweliergeschäften, die seit Jahrhunderten hier ansässig sind. Ein Spaziergang über diese historische Brücke sollte daher bei deinem Aufenthalt auf keinen Fall fehlen.
Nach dem Überqueren lohnt sich ein Blick auf die Brücke aus der Ferne – besonders schön ist der Ausblick durch das Fenster im obersten Stock der Uffizien.
Die Galleria degli Uffizi gehört zu den bekanntesten Kunstmuseen des Landes und beherbergt eine herausragende Sammlung aus der Früh- und Hochrenaissance. Ein wahres Paradies für Kunstliebhaber, hier kannst du Meisterwerke von Künstlern wie Michelangelo, Leonardo da Vinci, Sandro Botticelli und Raphael bestaunen. Das Museum zeigt zudem zahlreiche Werke italienischer, deutscher sowie niederländischer Künstler, was es zu einem bedeutenden Schatz der Kunstgeschichte macht.
Für echte Kunstliebhaber reicht ein halber Tag in den Räumlichkeiten der Galerie Degli Uffizi kaum aus. Selbst wir, die absolut keine Ahnung von Kunst haben, haben mehr als zwei Stunden dort verbracht.
Da das Museum zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Florenz gehört, ist es so gut wie immer sehr voll. Um lange Wartezeiten zu vermeiden, empfehlen wir dir, im Voraus ein Online-Ticket auf https://www.uffizi.it/en/tickets zu kaufen.
Unser Tipp: Verpasse nicht den Ausblick auf die Ponte Vecchio aus dem obersten Stockwerk der Galerie!
Nach deinem Besuch in der Galleria degli Uffizi solltest du unbedingt den Palazzo Vecchio besichtigen, der direkt hinter dem Museumsausgang am Piazza della Signoria liegt und ein weiterer Höhepunkt auf deiner Sightseeing-Tour ist. Der imposante, sandfarbene Palazzo aus dem 13. Jahrhundert war einst die Residenz der mächtigen Medici-Familie und dient heute als Rathaus von Florenz. Mit seiner markanten Architektur und dem auffälligen Arnolfo-Turm, benannt nach seinem Architekten, gehört der Palazzo Vecchio zu den bekanntesten und meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Ein besonderes Highlight ist der wunderschöne Innenhof des Palastes, der kostenfrei zugänglich ist. Wenn du das Gebäude von innen entdecken möchtest, kannst du das Museum besuchen und beeindruckende historische Räume besichtigen. Besonders sehenswert ist der Saal der Fünfhundert (Sala dei Cinquecento), ein prachtvoller Raum im venezianischen Stil, der mit seinen Kunstwerken, Rundbögen, Säulen und Skulpturen eine beeindruckende, königliche Atmosphäre verströmt.
Alle Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website des Museums: museo-di-palazzo-vecchio.it.
Ein absolutes Highlight ist der Ausblick über Florenz vom knapp 100 Meter hohen Torre di Arnolfo, dem Turm des Palazzo Vecchio. Der Turm prägt nicht nur die Skyline der Stadt, sondern zählt auch zu den besten Aussichtspunkten, die Florenz zu bieten hat.. Das einzige kleine Manko: Um die atemberaubende Aussicht zu genießen, musst du zunächst etwa 200 Stufen erklimmen.
Das Ticket für den Turm kannst du entweder in Kombination mit dem Palazzo Vecchio Museum oder als Einzelticket kaufn. Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten und Tickets findest du auf der offiziellen Website: museo-di-palazzo-vecchio.it.
Stehst du vor dem Palazzo Vecchio, befindest du dich bereits auf dem belebten Piazza della Signoria (dt. Platz der Stadtherrschaft) einem der bedeutendsten Plätze in Florenz. Der Platz ist von alten Gebäuden umgeben und zeigt viele Skulpturen, die wichtige Momente der Stadtgeschichte darstellen.
Zu den bekanntesten Kunstwerken gehören die Statue von Großherzog Cosimo I de’ Medici auf seinem Pferd, eine Kopie von Michelangelos David (das Original ist in der Galleria dell'Accademia) und der große Neptunbrunnen. Diese Skulpturen machen den Piazza della Signoria zu einem besonderen und wichtigen Ort, den du bei deinem Florenz-Besuch nicht verpassen solltest.
Genug von dem hektischen Treiben am Piazza della Signoria? Dann wird es Zeit, sich auf die andere Seite des Arnos zu begeben, um dem Palazzo Pitti, genauer gesagt dessen Kunstmuseum sowie die dazugehörige großzügige Grünanlage, dem Boboli-Garten (Giardino di Boboli) einen Besuch abzustatten.
Der Renaissancepalast wurde in architektonischer Hinsicht äußerlich eher schlicht gehalten, doch das spielt keine Rolle. Aufgrund seiner beeindruckenden Größe fällt der größte Palast von Florenz sofort ins Auge und geht keinesfalls zwischen den umliegenden Gebäuden unter.
Gebaut wurde der Palazzo Pitti im 15. Jahrhundert für den Kaufmann Luca Pitti. Nach dessen Tod ging der Besitz des Palastes, wie soll es auch anders sein, in den Besitz der Familie Medici über.
Damit die damals einflussreichste Familie der Stadt schnell von einem in den anderen Palast gelangen konnte, lies Cosimo I de’ Medici über der Ladenzeile der Brücke Ponte Vecchio einen Übergang, den sogenannten Vasarikorridors, errichten.
Im Inneren des Palazzo Pitti befinden sich heute mehrere Museen und Ausstellungen, darunter die Galleria Palatina, die die beeindruckende Gemäldesammlung der Medici-Familie beherbergt. Die zahlreichen Meisterwerke in dieser Sammlung haben uns wirklich überwältigt.
Dein Ticket sowie weitere Informationen zu den Öffnungszeiten etc. erhältst du auf der offiziellen Website: uffizi.it/en/pitti-palace.
Brauchst du nach all den farbenfrohen Kunstwerken des Museums eine kleine Auszeit im Grünen? Dann solltest du unbedingt den Giardino di Boboli besuchen, der direkt an den Palazzo Pitti angrenzt.
Der Giardino di Boboli ist die zweitgrößte Parkanlage der Stadt und bietet einen ruhigen Rückzugsort. Über einen separaten Eingang (der Eintritt ist nicht im Ticketpreis des Palazzo Pitti enthalten und kostet extra) gelangst du auf gut angelegte Wege, die an gepflegten Grünflächen, Teichen, Brunnen und einem kleinen Amphitheater vorbeiführen. Zudem kannst du durch Alleen spazieren, die von Skulpturen gesäumt sind. Oberhalb des Gartens hast du einen fantastischen Ausblick auf Florenz und das hügelige Umland.
Tickets sowie weitere Informationen zu den Öffnungszeiten findest du auf der offiziellen Website: uffizi.it/en/boboli-garden.
Bei einem Städtetrip wie es in Florenz der Fall ist, ist die Lage der Unterkunft entscheidend. Es gilt: Je zentraler, desto besser!
Wir haben uns für ein zentrales Apartment mit eigenem Parkplatz unweit des Palazzo Pitti entschieden, welches wir über booking.com gebucht haben.
Das Apartment war aufgrund der Größe, der Lage und des mit inbegriffenen Parkplatzes ideal.
Der Piazzale Michelangelo mag kein Geheimtipp mehr sein, aber er ist dennoch ein absolutes Muss. Von der Aussichtsterrasse hast du einen atemberaubenden Blick auf Florenz, besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Stadt in warmes, goldenes Licht getaucht wird. Der Hügel, auf dem sich die Terrasse befindet, ist schon aus der Ferne gut erkennbar, dank der berühmten Kopie von Michelangelos David.
Der Piazzale Michelangelo ist in etwa 20 Minuten zu Fuß vom Zentrum (Palazzo Vecchio) erreichbar. Der Aufstieg ist angenehm und gut machbar, aber wer es lieber bequem hat, kann auch den Bus oder das Auto nehmen.
Du möchtest trotz der Statuenkopien am Piazzale Michelangelo und dem Palazzo Vecchio endlich den echten, weltberühmten »David« von Michelangelo sehen? Dann solltest du die Galleria dell’Accademia besuchen. Dort hat das 6 Tonnen schwere Original aus Marmor, für das sein Künstler rund 3 Jahre gebraucht hat, seinen Platz gefunden.
Selbstverständlich befinden sich noch weitere Skulpturen und Gemälde namhafter Künstler wie beispielsweise Sandro Botticelli mit dessen »Madonna mit Kind« in der Galerie. Doch sie sind höchstwahrscheinlich nicht der ausschlaggebende Grund, weshalb täglich hunderte Menschen das Museum besuchen – »David« ist der unangefochtene Star!
Dein Ticket sowie weitere Informationen zu den Öffnungszeiten etc. erhältst du auf der offiziellen Website: galleriaaccademiafirenze.it/en/.
Wenn du deinem Sightseeing-Programm aus Kunst und Geschichte eine kleine Abwechslung gönnen möchtest, lohnt sich ein Abstecher in die über 140 Jahre alte und größte Markthalle von Florenz. Die beeindruckende Konstruktion aus Eisen und Glas, der Mercato Centrale, liegt nur wenige Straßen nördlich des Doms und somit mitten in der Altstadt – du wirst also wahrscheinlich sowieso auf deiner Tour daran vorbeikommen.
Täglich von 10:00 bis 24:00 Uhr bieten zahlreiche kleine, moderne Streetfood-Stände im Mercato Centrale eine Vielzahl an Leckereien an, darunter Pizza, Wurst- und Käseplatten, Burger, Pasta, sowie Wein und Aperitifs. Die Markthalle ist sowohl für Einheimische als auch für Touristen ein beliebter Ort für einen Mittagssnack oder einen Aperitif.
Vor dem Mercato Centrale gibt es zudem viele Stände, an denen Souvenirs, Taschen, Gürtel, Kleidung und mehr, vorwiegend von Händlern aus dem asiatischen Raum, angeboten werden.
Im Gegensatz zum belebten Mercato Centrale hat der kleinere Mercato di Sant’Ambrogio noch den Charme einer traditionellen Markthalle und ist ein echter Geheimtipp, da vor allem Einheimische dort einkaufen. In der Halle findest du an den festen Ständen eine Vielzahl an frischen Produkten aus regionalem Anbau. Einige Stände bieten dir sogar die Möglichkeit, direkt vor Ort in die kulinarischen Genüsse der Toskana einzutauchen – und wir garantieren dir, es lohnt sich!
Rund um die Markthalle gibt es zudem mobile Stände, an denen frisches Obst und Gemüse sowie antike Gegenstände verkauft werden. Der Mercato di Sant’Ambrogio hat von Montag bis Samstag jeweils von 07:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.
Die sehr kleine, authentische Stadt Fiesole liegt nur rund 10 km von Florenz entfernt und ist für diejenigen interessant, die bereits alle Sehenswürdigkeiten innerhalb von Florenz entdeckt haben oder einfach mal aus der Stadt herauskommen möchten.
Doch warum ausgerechnet nach Fiesole? Die Antwort dafür ist einfach! Bei klarer Sicht genießt du von dem auf einem Hügel gelegenen Kloster Convento San Francesco einen fantastischen Blick auf Florenz, den du dir nicht entgehen lassen solltest.
Umgeben von einer aus Olivenbäumen und Zypressen geprägten malerischen Landschaft liegt dir die Hauptstadt der Toskana praktisch zu Füßen. Besonders schön ist die Stimmung hier während des Sonnenuntergangs.
Je nach Lust und Laune kannst du vor oder nachdem du die Aussicht auf Florenz genossen hast, durch die wenigen Gassen der Stadt spazieren, um das historische Flair zu genießen. Die alten Häuserfassaden, Ruinen und Statuen versprühen einen besonderen Charme, den du auf dich wirken lassen solltest.
Ein Besuch in einem der traditionellen und obendrein sehr gemütlichen Restaurants runden deinen Fiesole-Besuch vollends ab.
Das kulinarische Angebot in Florenz ist riesig – Cafés, Eisdielen und Restaurants an jeder Ecke. Zugegeben, manchmal kann das ganz schön überfordernd sein, besonders wenn man vermeiden möchte, in einem überteuerten Touristen-Restaurant zu landen. Daher haben wir uns durchprobiert und können dir diese Restaurants empfehlen:
Die beste Art der Fortbewegung innerhalb von Florenz ist zu Fuß. Selbstverständlich gibt es öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Straßenbahnen, doch diese sind nicht relevant bzw. notwendig, um zu den touristischen Sehenswürdigkeiten zu gelangen.
Ausgestattet mit bequemen Schuhen steht dem gemütlichen Schlendern durch die nahezu autofreie Altstadt von Florenz nichts mehr im Weg.
Trotz seiner überschaubaren Größe hat Florenz viel zu bieten. Daher empfehlen wir folgendes:
Ist Florenz touristisch? Definitiv! Die Hauptstadt der Toskana ist längst kein Geheimtipp mehr. Das führt zu hohen Preisen für Hotels und Restaurants, langen Warteschlangen, ausverkauften Tickets sowie überfüllten Sehenswürdigkeiten.
Während unseres Besuchs zu Ostern war die Stadt trotz Nebensaison schon sehr voll – was vielleicht an den Osterferien lag. Wir können uns gut vorstellen, wie es hier in der Hochsaison aussieht, und empfehlen dir, diese Zeit lieber zu meiden.
Das Zentrum bzw. die Altstadt von Florenz ist wie in vielen italienischen Städten eine autofreie Zone – in Florenz ZTL-Zonen genannt.
Obwohl es keine Schranken gibt, bedeutet das: Du darfst hier nicht so einfach reinfahren. Verschiedene Schilder (überwiegend in Italienisch) weisen auf die ZTL-Zonen hin.
Solltest du diese ignorieren oder aus Versehen in diese Zonen fahren, wird es teuer.
Solltest du ein Hotel in dieser Zone gebucht haben, ist dies die einzige Ausnahme, dorthin fahren zu dürfen. Allerdings solltest du in diesem Fall nicht vergessen, dein Auto im Hotel registrieren zu lassen.
Wer außerhalb der ZTL-Zonen parkt, sollte wissen:
Bei einem Städtetrip wie es in Florenz der Fall ist, ist die Lage der Unterkunft entscheidend. Es gilt: Je zentraler, desto besser! Dadurch kannst du in nur kürzester Zeit alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen, zwischendurch auch mal eine Pause in deiner Unterkunft einlegen oder abends den ein oder anderen Aperitif mehr trinken ohne noch einmal Autofahren zu müssen.
Wir haben uns für ein zentrales Apartment mit eigenem Parkplatz entschieden, welches wir über booking.com gebucht haben.
Das Apartment war aufgrund der Größe, der Lage und des mit inbegriffenen Parkplatzes ideal.
Du kriegst nicht genug von all dem italienischem Flair in Kombination mit ganz viel Dolce Vita? Dann ist das traumhafte Sardinien vielleicht genau das Richtige für dich!
In unserem Beitrag 8 Tage Roadtrip auf Sardinien verraten wir dir die schönsten Ecken, Highlights und alles, was du sonst noch über die Mittelmeerinsel wissen solltest. Schau vorbei!
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